Dank der Kraft der Geothermie gibt es in Island unzählige heiße Wasserstellen. Von der Blauen Lagune bis zu unbekannten natürlichen Quellen. Ein kleiner Guide.

****

A wie Algen: Manche der heißen Quellen sind von Algen gespeist, zum Beispiel jene in Reykhola. Die grünen schleimigen Pflanzen gelten als Schönheitselixir.

B wie Blaue Lagune: die größte wohl bekannteste heiße Quelle in Island – schön, teuer, überlaufen

C wie Chemie: Die meisten öffentlichen Schwimmbäder (Sundlaugs) kommen ohne Chemie aus. Deshalb MUSS man vorher nackt duschen.

blaue_lagune_island

Die Blaue Lagune ist sozusagen der Porsche unter den heißen Quellen. Glaubt, wer noch nicht seine persönliche, kleine Lieblingsquelle gefunden hat.

D wie Dampf: Manche Gebiete Islands sind geothermisch so aufgeheizt, dass vom Boden Dampf aufsteigt. In diesen Regionen stehen die Chancen meist gut, auf natürliche heiße Quellen zu treffen.

E wie Entspannung: In heißen Quellen lässt es sich herrlich entspannen, Lärm ist eindeutig unerwünscht.

F wie Fludir: Nahe der kleinen Ortschaft liegt eine der scheinbar ältesten heißen Quellen des Landes. Sie wurde vor einiger Zeit zu einem Spa erweitert, der Eintritt ist um ein Vielfaches höher als vorher.

hot_pot_island_fludir

Hot Pot im öffentlichen Sundlaug bei Fludir.

G wie Geothermie: Unter Islands Erdkruste blubbert und dampft es – Geothermie bedeutet, die Kraft der Erdwärme zu nutzen.

H wie Hot Pot: „Heiße Quelle“ heißt auf isländisch „Heitur Pottur“ – und auf englisch „Hot Pot“. Eine Wanne, ein kleines Becken, ein Jaccuzi mit 37 bis 42 Grad Celsius heißem Wasser – immer eine Wohltat

I wie Info: Island Tourismus bietet eine kostenlose Infobroschüre über die heißen Quellen zum Download an.

geothermie_island

In manchen Gegenden Islands zeigt die Geothermie sehr anschaulich, was sie drauf hat.

J wie Jahrhundert: Schon im 13. Jahrhundert sollen in Islands Hot Pots hitzige Debatten geführt worden sein. Auch heute trifft man sich, um Klatsch und Tratsch auszutauschen.

K wie Karte: Es gibt keine Karte, auf der alle heißen Quellen verzeichnet sind. Mittlerweile kann man in der Buchhandlung am Flughafen in Reykjavik aber das Buch „Thermal Pools in Icleand“ kaufen. Es enthält die GPS-Kooordinaten einiger abgelegener Quellen.

Hot_pot_Island_Meer_Holmavik

Im Örtchen Holmavik gibt’s neben dem heißen Wasser im Hot Pot einen Blick über den Fjord dazu.

L wie Landmannalaugar: Heißt übersetzt „heiße Quellen der Leute vom Land“ – beliebtes Wandergebiet mit einem heißen Fluss.

M wie Myvatn Nature Bath: eine Miniaturausgabe der Blauen Lagune, aber im Norden des Landes

N wie nackt: Wer in einem öffentliches Schwimmbad (Sundlaug) baden will, muss sich vorher gründlich duschen – und zwar nackt.

island_sundlaug_nackt_duschen

Hinweistafel im Sundlaug. Jetzt heißt es: Nackt duschen und die gekennzeichneten Körperstellen einseifen.

O wie ohne Schuhe: In den öffentlichen Sundlaugs zieht man die Schuhe aus, bevor man die Garderobe betritt.

P wie Preis: Sundlaugs kosten wenige Euro Eintritt, naturbelassene heiße Quellen sind meist gratis.

Island_Pool_Reykjafördur

Dieser Pool bei Reykjafördur in den Westfjorden wird von heißem, geothermischen Wasser gespeist.

Q – wie Quelle: „Aus der Erde tretendes, den Ursprung eines Bachs, Flusses bildendes Wasser“ (Definition lt. Duden)

R wie Reykjadalur : Warmer Bach, in dem man an einigen Stellen baden kann.

S wie Sundlaug: Öffentliches Schwimmbad mit warmem Wasser und heißen Hot Pots – günstig und fast in jeder Ortschaft

T wie Therme: Manche natürliche Quellen wurden zu teuren, modernen Spas ausgebaut.

U wie unterirdisch: Das Wasser der heißen Quellen wird unterirdisch erhitzt, zum Beispiel durch vulkanische Aktivitäten.

V wie Vatnavinir: Nonprofit-Organisation, die nachhaltigen Wasser- und Wellnesstourismus in ländlichen Regionen fördern will.

W wie warm: Die größeren Schwimmbecken in den öffentlichen Bädern sind „nur“ warm, die kleinen Hot Pots dagegen heiß.

X wie xenophob: Das sind die Isländer bei weitem nicht. Aber Ausländer werden erstmal kritisch beäugt, wenn sie sich neben einen Einheimischen in den Hot Pot setzen. Ob die Touristen wissen, dass man sich vor dem Bad nackt duschen muss?

Y wie Yeah!: Heiße Quellen sind der Wahnsinn! (Und Wörter mit Y sehr rar).

Z wie Zeit: So schön es auch ist – nicht zu viel Zeit in den heißen Quellen verbringen – der Kreislauf wird es danken.

 

Sehnsucht nach noch mehr Island?

Weitere Artikel aus dem ISLAND Special:

Bilder der Halbinsel Snaefellsnes
Skurriles Island
Polarfuchszentrum
Günstig durch Island