Fünf Tipps für Linz (und noch viel mehr): Da tut sich was!

Tipps fuer Linz
Kreative Speisekarte oder wilder Flitzer?
Tipps für Linz gesucht? Dann einfach hier klicken und staunen: Die Linzer leben nicht nur in ihrer Stadt, sie beleben sie auf kreative Weise.

Tipps für Linz, die man an einem Wochenende oder bei einem Tagesauflug erleben kann? Noch vor 20 Jahren war das eher schwierig. Heute hat sich in der oberösterreichischen Landeshauptstadt viel getan. Linz hat sich verändert. „Linz war lange Zeit ein weißer Fleck auf der touristischen Landkarte.“ Das sagt eine, die es wissen muss: Reiseleiterin Irmi Sperner.

Kaum ein (Ober)Österreicher, der den alten Sager „In Linz, da stinkt’s“ nicht kennt. Industrie, Abgase, Verkehrslärm. „Früher hat man vermieden, hierherzukommen“, erinnert sich Sperner. Linz war eine unliebsame Autobahnabfahrt am Weg von West nach Ost oder umgekehrt.

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Warum sich das geändert hat, weiß die Fremdenführerin auch:

  • Da wäre erstmal das Stahlwerk Voest, das umwelttechnisch auf Vordermann gebracht wurde.
  • Dann das „Upgrading“ der Donau, die Wasserqualität hat sich auf Güte II verbessert.
  • Und: Linz war im Jahr 2009 Europäische Kulturhauptstadt. Dass das einiges mit der Stadt gemacht hat, darüber sind sich alle einig, die wir auf unserer Kurzreise getroffen haben. Mittlerweile steigen Zuzüge und Geburten, es gibt sogar mehr Arbeitsplätze als Einwohner.
Linz von oben

In Linz kommt der Fortschritt von der Bevölkerung

Was in Linz vor allem auffällt: All die positiven Neuerungen kommen nicht nur von oben, sondern auch von unten: Die Linzer leben nicht nur in ihrer Stadt, sie beleben sie. Überall setzen sie Zeichen, machen sich bemerkbar, zeigen Stimme, verschmelzen mit ihrer Stadt und nutzen scheinbar Nutzloses. Das fängt beim Mini-Gemeinschaftsgarten an und endet beim offenen Kulturprojekt mitten am Hauptplatz. Wir haben uns ein Wochenende lang in Linz umgesehen.

Linz-Tipp #1: Echt grün – der Linzer Dschungel

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In Linz duftet es mittlerweile nach Rosmarin – und einen “Dschungel” gibt es auch …

Man braucht sich nur die Inlineskates anziehen, auf’s Rad setzen oder an Bord des Ausflugsschiffes „Die Linzerin“ gehen. Schon ein paar Minuten später fährt man an den Industrietürmen der Voest vorbei und ist – jawohl – mitten im Grünen. Links und rechts der Donau ziehen dann nicht Häuser, sondern Eschen und Grauerlen an einem vorbei. Das Naturschutzgebiet Traun-Donau-Auen reicht bis ins Stadtgebiet, von manchen wird es als „Dschungel der Linzer“ bezeichnet.

Entlang der Donau gibt es einige kleinere Kiesstrände, außerdem gibt es mit der Sandbar eine richtige Beachbar mit Sand, Sonneliegen und Cocktails.

Und die Linzer selbst tragen dazu bei, dass ihre Stadt grüner wird: In Alt-Urfahr wird in den “Donaugarten“-Hochbeeten knackiges Gemüse zur freien Entnahme angebaut. Direkt neben dem Ars Electronica Center hat der Kulturverein Stadtwerkstatt einen Teil der Donaulände mit Grünzeug bepflanzt und einen großen, frei zugänglichen Griller aufgestellt.

Linz-Tipp #2: Hippe Küche mit regionalem Touch

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Salonschiff “Fräulein Florentin” … ein Linz-Tipp mit Kultcharakter

Viele Linzer Wirte setzen heute auf Regionalität. „Junge Köche kommen nach Lehr- und Wandersjahren wieder zurück nach Linz, das macht sich jetzt bemerkbar“, erzählt Gabriele Müller vom Linzer Tourismusverband. Für regionale Küche stehen zum Beispiel das Restaurant Preslmayer.

Ein anders junges Gastroprojekt ist das Paul’s – Bar, Restaurant und Greißlerei zugleich. In eindrucksvoller Lage direkt neben dem Linzer Dom gelegen wird hier auf eine bunte, international-bodenständig gemischte Karte – von Fleisch bis zu Vegetarischem – gesetzt.

Und seit Juli 2014 gibt’s in Linz sogar ein Salonschiff namens Fräulein Florentine. Die Betreiber des ehemaligen Alternativen-Treffpunkts „Rother Krebs“ sind auf ein Schiff umgezogen. Tagsüber ist Restaurantbetrieb, abends gibt’s nach wie vor Veranstaltungen.

Linz-Tipp #3: Mal was Außergewöhnliches machen

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Überraschung! Der “Höhenrausch” in Linz fällt jedes Jahr ein bisserl anders aus.
  • Über die Dächer der Stadt spazieren heißt es jeden Sommer beim Höhenrausch“. Das Projekt stammt aus dem Kulturhauptstadtjahr und kam so gut an, dass es jedes Jahr wieder weitergeführt wird (wieder ab 2021).
  • Seit 2009 kann man außerdem für jeweils eine Woche im Turm des Mariendoms als Eremit wohnen – ebenfalls ein Überbleibsel von Linz09 (wieder ab 2021).
  • In der k.u.k. Hofbäckerei Josef Rath und der Konditorei Jindrak mieten sich ganze Gruppen zum Linzertorte-Backen ein.
  • Der Verein Stadtwerkstatt ist bekannt dafür, unkonventionelle Ideen in die Tat umzusetzen: Zum Beispiel das Kunstschiff Eleonore, auf dem seit Jahren „Artists in Residence“ vorübergehend Platz zum kreativen Schaffen finden. Oder den Gibling – eine Community-Währung, die gleichzeitig Kunstprojekt ist.

Linz-Tipp #4: Eine Stadt cycelt sich up

Tabakfabrik Linz
Szene-Treff und Wirtschaftswunder: die Linzer Tabakfabrik. Foto: Florian Voggeneder

Die Linzer verbinden gerne Altes mit Neuem, zum Beispiel beim Anbau an das Linzer Schloss – der ist aus Stahl und Glas und beherbergt Museum und Restaurant. Über die Stadtgrenzen hinaus sind auch die zwei Eckpfeiler der Linzer Kultur bekannt – das Ars Electronica Center und das Kunstmuseum Lentos.

Außerdem weiß man hier offensichtlich, wie man scheinbar Unbrauchbarem wieder neues Leben einhaucht. Prominentes Beispiel ist die ehemalige Tabakfabrik. Früher wurden hier in Fließbandarbeit Tschick produziert, heute tummeln sich Kreative in Coworking-Büros, Werkstätten und auf Bühnen. Führungen sind möglich.

Linz-Tipp #5: Die kreative Seite der Stadt erkunden

Boxx Office Linz
Kunst und Arbeit mal anders: im Container.

Und weiter geht’s: Wer mit dem Schiff donauabwärts fährt, sieht bunt bemalte Container im Winterhafen stehen. Unter dem Namen Boxx Office werden Bürocontainer günstig an Kreative, Musiker und Künstler vermietet.

Im Linzer Handelshafen finden jeden Sommer die Bubbledays statt (erst wieder 2021). Das ist ein lässiges Hafenfest mit Streetart, Extrem-Sport und Live-Musik. Jedes Jahr bemalen dabei ausgewählte Künstler alte Hafengebäude mit überdimensionalen Kunstwerken.

Nicht im Hafen, sondern im Herzen der Stadt hat sich das Kunstprojekt Raumschiff eingemietet. Studenten der Kunstuni haben den Raum eingerichtet, um in Austausch mit den Linzern zu gehen – bei Ausstellungen, Konzerten und im Design-Shop.

Noch mehr Tipps für Linz: Schlemmen & Shoppen

Bei Frühstückern beliebt ist das Café Exx in der Klammstraße. Neben einem Wochenfrühstück gibt’s gefühlte Hundert andere Variationen – von Italienisch bis Vital. Oder man kreuzt einfach auf einem Zettel an, worauf man gerade Lust hat – von der Waffel bis zu warmen Tappas. Am Wochenende unbedingt vorreservieren!

Richtig gemütlich ist es im Café Strom, dem Café des Kulturvereins Stadtwerkstatt an der Donaulände. Viel Platz, viel Grünzeug, Tischfußball und ein kultiviertes Zeitungs-Angebot.

Das beste Eis der Stadt gibt’s beim Eisdieler an der Promenade. Der Inhaber stammt aus de Niederlanden und hat jetzt auch in Linz eine Filiale. Unbedingt bestellen: Stroopwafel und Mohn-Powidl.

Gut essen kann man auch in Restaurants wie dem Ursulinenhof, dem Gelben Krokodil (vegetarisch), in der Schlossbrasserie, bei den Donauwirtinnen oder im Fischerhäusl.

Es muss nicht immer die berühmte Einkaufsstraße, die Landstraße, sein! Wir haben uns in der Herrengasse (gleich neben dem Dom) so richtig wohlgefühlt. Hier tut sich einiges – neben Galerien gibt’s einen Vintage-Design-Laden, einen Shop für faire Mode und eine Mini-Genussboutique.

Auch im Klosterviertel und in der Altstadt tut sich einiges, viele Häuser werden saniert, viele Räumlichkeiten füllen sich mit jungen Kreativen. Vom Shop mit skandinavischem Design bis zum Teesalon. Bei Madame Wu kann man an einer Teezeremonie teilnehmen oder zum Afternoon Tea gehen.

Offenlegung:

Dieser Beitrag ist im Jahr 2014 in Kooperation mit Linz Tourismus entstanden und wurde 2020 upgedatet.

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