Autofrei wandern in Salzburg: drei schöne Touren

Autofrei Wandern in Salzburg am Beispiel Werfener Hütte
Autofrei wandern in Salzburg und dann den Ausblick von der Terrasse auf der Werfener Hütte genießen.
Autofrei wandern in Salzburg ist gar nicht so schwer: Viele Bergtouren und Wanderrouten sind mit Zug oder Bus erreichbar, etwa die Werfener Hütte.

Wandern, Natur, Berggipfel – ach, wie schön. Gar nicht schön dagegen, dass viele im Pkw anreisen. Die Argumente sind meistens dieselben: Diese oder jene Bergtour sei eben nur mit dem Auto erreichbar. Stimmt nicht immer. Es gibt viele Wandertouren in ganz Österreich und vor allem auch in Salzburg, die problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln zugänglich sind. Von Zug über Postbus bis Wandershuttle.

Autofrei Wandern in Salzburg in Werfenweng
Autofrei wandern: Blick von der Ellmaualm ins Tal

Autofreiwandern in Salzburg Tipp #1:
Die Werfener Hütte

Eine Salzburger Wanderregion, die Vorreiter in Sachen Sanfter Tourismus ist, ist Werfenweng. Unter dem Motto “Sanfte Mobilität” geben Touristen den privaten Autoschlüssel an der Hotelrezeption ab. Oder reisen gleich mit dem Zug an. Wer länger bleibt, hat viele Vorteile: von der gratis Nutzung von E-Mobilen bis zum kostenlosen Skiverleih im Winter. So lässt es sich im Urlaub wunderbar autofrei wandern.

Autofrei wandern in Salzburg mit Zug und Bus

Auch für Tagesgäste ist Werfenweng ein Wanderparadies, das ganz leicht ohne Auto zu erobern ist. Autofrei wandern in Salzburg geht hier so: Mit dem Zug nach Bischofshofen. Ab Wien oder Linz fährt der Inter City in vier bzw. zweieinhalb Stunden nonstop durch. Ab Salzburg sind auch andere Züge oder die S-Bahn nach Pfarrwerfen möglich. Abgeholt wird man vom Shuttleservice direkt am Bahnhof in Pfarrwerfen. Die Strecke vom Bahnhof zum gewünschten Ausgangspunkt in Werfenweng kostet nur ein paar Euro pro Person. Voranmeldung ist allerdings nötig.

Die Werfener Hütte ist ganz ohne Auto zu erreichen.

Von der Wengerau in Werfenweng geht es in eineinhalb bis zwei Stunden auf die Elmaualm (1.513 m), die von einem Verein bewirtschaftet wird. Dort im Lager übernachten und am nächsten Tag eine gute weitere Stunde auf die Werfener Hütte (1.969 m) marschieren. Oder gleich ohne Zwischenstopp hinauf zur Werfener Hütte, um dort zu übernachten. Der Ausblick entschädigt für alles, die Wanderung am besten so legen, dass man mit Sonnenuntergang oben ankommt.

Autofreiwandern in Salzburg Tipp #2
Der Almenrundweg in Russbach

Russbach am Pass Gschütt ist ein verschlafenes Nest, umgeben von grandiosen Bergen. Wer autofrei wandern will, hat hier die Qual der Wahl: In der Ortsmitte türmen sich die gelben Wegschilder regelrecht übereinander, weil in alle Himmelsrichtungen Pfade angeschrieben sind. Anfahrt: Mit dem Zug bis zum Bahnhof Golling. Dort steigt man in den Postbus nach Russbach um. Eine öffentliche Toilette, einen Tante-Emma-Laden und ein Gasthaus findet man jeweils nach wenigen Schritten.

Der Almenrundweg kann direkt von der Bushaltestelle im Ortszentrum gestartet werden. Er führt von der Rinnbergalm (1.239 Meter) zur Angerkaralm (1.415 Meter) weiter durch einen Fichtenwald bis  zur Traunwandalm (1.330 Meter). Dauer des Rundwegs: rund vier Stunden. Von Russbach bis zur Rinnbergalm führt ein breiter Schotterweg. Der Ausblick reicht von hier bis auf die wilden Zacken des Gosaukamms. Auf der Rinnbergalm selbst laden ein paar bewirtschaftete Almhütten zur Einkehr ein. Von hier aus könnte man in rund vier Stunden bis zur Postalm weiterwandern.

Autofreiwandern in Salzburg Tipp #3
Die Gruberalm in Hintersee

Diese autofreie Wanderung führt in die Osterhorngruppe und lässt sich relativ gut mit einem Badetag verbinden: Mit dem Zug nach Salzburg Hauptbahnhof. Von dort aus weiter mit dem Postbus nach Hintersee. Im kleinen Ort gibt es ein überraschend großes Puppenmuseum, das einen Abstecher wert ist. Die Wanderung zur Gruberalm beginnt am Schotterplatz Lämmerbach und dauert nur eine knappe Stunde. Wer öffentlich anreist, muss die rund 3,5 Kilometer zum Ausgangspunkt zu Fuß zurücklegen.

Die Gruberalm liegt in einer Art Gebirgskessel und bietet einige Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Beliebt sind zum Beispiel die größere Grubenbachhütte oder die kleine, urige Mayerlehenhütte. Von der Gruberalm aus kann man zum Beispiel auf die Genneralm oder das Gruberhorn weiterwandern. Nach dem Abstieg gehts mit dem Bus zurück nach Hintersee, wo man sich im See abkühlen kann. Auch der Fuschlsee ist nicht weit.

Lust auf Wandern ohne Auto bekommen?
Hier geht’s zu den Tipps und Tourvorschlägen der Naturfreunde für autofreies Wandern in Österreich.
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