Der Friedensnobelpreis wird jedes Jahr in Oslo verliehen. Das ist bei Weitem nicht alles, was die Stadt zu bieten hat.

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Nobel-Friedenszentraum in Oslo

Im Nobel-Friedenszentrum können die Besucher testen, wie viele Preisträger sie tatsächlich kennen.

Die norwegische Hauptstadt Oslo zählt nicht gerade zu den beliebtesten Destinationen von Städtereisenden. Sicher auch aufgrund des hohen Preisniveaus. Aber wer zufällig in der Nähe oder auf der Durchreise Richtung Norden ist, dem sei ein Zwischenstopp empfohlen. kofferpacken.at hat sich vor Ort umgesehen und präsentiert fünf Gründe für einen Oslo-Besuch:

Friedensnobelpreis

Das Nobel-Friedenszentrum kann auch Museumsmuffeln empfohlen werden: Für politisch Interessierte sind die Dauer-Ausstellung über den Friedensnobelpreis und seine bisherigen Träger, die Exhibition über den jeweils aktuellen Preisträger sowie alle anderen Ausstellungen und Workshops rund um die Themen Friede, Demokratie und Menschenrechte durchaus interessant. Die Atmosphäre ist respektvoll und nachdenklich, fast schon besinnlich. Netter Museums-Shop mit Ideen für einfallsreiche Mitbringsel. Einen Katzensprung entfernt befindet übrigens das Osloer Rathaus, in dem jährlich am 10. Dezember der Friedens-Nobelpreis verliehen wird.

Kaffee ist in Oslo Kult

Osloer Kaffeehauskultur – Kundenbotschaft vor einem der unzähligen Straßencafés.

Kaffee, Zimtschnecken und Waffeln

Was wäre Norwegen ohne Kaffee? Das Land hat einen überdurchschnittlich hohen Pro-Kopf-Verbrauch des “Schwarzen Goldes”. Statistiken besagen, dass die Norweger pro Kopf und Jahr rund 9,2 Kilogramm Rohkaffee konsumieren. Und noch eine Zahl: Statistisch gesehen trinkt jeder Norweger pro Tag vier Tassen Kaffee.Tatsächlich existiert eine ganz spezielle, alternative Kaffeehauskultur, die es zu entdecken gilt. Dabei dürfen süße Begleiter wie Zimtschnecken oder Waffeln natürlich nicht fehlen. Gefühlt jeder Zweite läuft übrigens mit einem Coffee-to-go-Becher durch die Stadt.

Secondhand im Osloer Szeneviertel Grünerlokka

Secondhand- und Designerläden im Szeneviertel Grünerlokka.

Szeneviertel Grünerlokka

Secondhand-Länden präsentieren sich mit ihren Auslagen wie teure Boutiquen, Blumenläden und Reisebüros werden mit Cafés vermischt und an allen Ecken und Enden stößt man auf neue, kreative Geschäftsideen, Designerläden, coole Bars und Restaurants: Das ehemalige Arbeiterviertel nordöstlich des Stadtzentrums hat sich in den leztzten Jahren zu einem Ort für junge Kreative gemausert. Hier ist entdecken und durchschlemmen angesagt – defenitiv eine erkundenswerte Überraschung.

Natur in Oslo

Blick über die grün-weiße Winterlandschaft Oslos.

 

Grün und weiß

Schon die Fahrt vom Flughafen mit der Bahn ins Stadtzentrum lässt erahnen, dass Oslo eine der grünsten Städte Europas ist. Angeblich ist mehr als die Hälfte der Fläche mit Wald bedeckt, obendrein gibt’s noch 343 Seen, 1.200 Kilometer Wanderwege und im Winter Rodelbahnen, Skipisten und unzählige gespurte Langlaufloipen – viele davon ganz einfach mit der T-bane (U-Bahn) erreichbar. Nicht selten ist im Winter der Sitznachbar in der U-Bahn in voller Langlaufmontur gekleidet und hält Skier in den Händen. Beliebt ist zum Beispiel der Winterpark, der eine halbe Stunde vom Stadtzentrum entfernt ist. Übrigens: Was in Österreich die Almhütte, ist in Oslo die Sporthütte. Im Stadtgebiet gibt es in den zahlreichen Wäldern zahlreiche Hütten, in denen Getränke und kleine Mahlzeiten angeboten werden.Winterlandschaft Oslos.

Oper in Oslo

Die futuristische Oper ist zum beliebten Treffpunkt geworden.

Eine Oper für alle

Die Architektur der 2008 eröffneten Opernhauses wurde einem treibenden Eisberg nachempfunden. Das Gebäude liegt direkt am Oslofjord, in den es sogar hineinreicht. Die Oper ist nicht nur für Fans hoher Kultur interessant: Mittlerweile ist das Gebäude zum beliebten Treffpunkt für Jung und Alt geworden, denn auf dem flach abfallenden Dach lässt sich gemütlich spazieren, flanieren und an warmen Sommertagen auch sitzen. (red, kofferpacken.at)