Über der belgischen Hafenstadt weht ein Hauch von Vintage. Trödlerläden, Second-Hand, Concept Stores. Zehn to do’s in der Stadt der Mode.

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Vintage Store in Antwerpen

Etwas andere Modeläden entdecken

Darf’s ein bisschen Vintage sein? Kleider, Schuhe und Co. im Stil der 1930er bis 70er Jahre findet man bei “Vegas”. Ein paar Häuser weiter bietet die belgische Second-Hand-Ladenkette Think Twice gebrauchte Kleidung an. Jeden Monat gibt es einen 1-Euro-Sale. Außerdem quer über die Stadt verteilt: Concept Stores. Hier gibt es einfach alles – vom Fahrrad bis zur Halskette.

2_Tunnel_AntwerpenZu anderen Ufern aufbrechen

Antwerpen wird von einem großen Fluss durchzogen, der Schelde. Brücken gibt es keine, die großen Schiffe würden schlichtweg nicht durchpassen. Stattdessen verbinden Tunnels die beiden Stadthälften. Zum Beispiel der Sint-Annatunnel. Wer mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs ist, nimmt den Lastenaufzug nach unten. Dort angekommen, durchquert man einen fast 600 Meter langen Gang um ans andere Ufer zu gelangen. Der weiß gefließte, eintönige Schlurf ist eine beliebte Location für Fotoshootings der Kreativszene. Endlich drüben angekommen eröffnet sich ein neuer Blick auf die Stadt.

Vintage Shops in Antwerpen

Im Trödelladen die Zeit vergessen

Wer sich gerne auf Flohmärkten herumtreibt, wird die Kloosterstraat lieben. Hier reihen sich unzählige Läden aneinander, darunter viele Antiquitäten, Trödler und Vintage-Geschäfte. Beim Stöbern vergisst man die Zeit und entdeckt immer wieder neue Überraschungen. Weil die meisten Shops auch am Sonntag geöffnet haben, schlendert dann halb Antwerpen durch die Straße.

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In die Welt der heißen Schokoladen eintauchen

Kaffees und heiße Schokoladen in allen Variationen gibts im Kunstcafé De Dikke Kat. Von außen eher unscheinbar, ist es innen geräumig und mit Bildern, Büchern und alten Möbeln ausgestattet. Auf der Karte stehen zum Beispiel Heiße Schokolade mit Kokos oder Café Latte mit Haselnuss. Noch ein Café-Tipp: Das Café „Take 5 Minuts in Paris“ in der Klosterstraat hat einen verzauberten Gastgarten.

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Endlich mal Kunst verstehen

Ungemein bereichernd: In eine der vielen kleinen Kunstgalerien spazieren und den Künstler in ein Gespräch verwickeln. Die meisten werden gerne über ihre Werke reden. Wir haben Hugo Van Goethem besucht. Er malt alles, was mit Bewegung zu tun hat. Vor allem sind es aber kunterbunte und aus dem Fernsehen bekannte Trickfilmfiguren. Die Acryl-Bilder kosten von 20 bis 4.000 Euro. Von der Kunst zu leben sei aber schwer, klagt er. “Ich bin ein schlechter Galerist, andere verkaufen sich selbst viel besser.”

Belgische Pralinen in Antwerpen

Die Scheu vor teuren Pralinenläden abbauen

Kein Witz, in Antwerpens Altstadt ist an jeder Ecke ein Pralinengeschäft. Fein säuberlich aufgereiht warten die Köstlichkeiten darauf, verspeist zu werden. Tipp: Nicht alle Pralinen kosten die Welt, es gibt unterschiedlich teure Marken. Außerdem muss man sich nicht gezwungen fühlen, große Mengen zu kaufen. Man kann sich einfach durch ein paar Läden probieren, in dem man jeweils zwei, drei Pralinen kauft.

 

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Sich seine Lieblingsstraße aussuchen

Antwerpen hat viele kleine Straßen und Plätze, die ihren eigenen Charme versprühen. Es macht Spaß, sich in einer Gegend länger aufzuhalten und diese besser kennenzulernen. Vielleicht weiß die Shop-Besitzerin, wo es ein nettes Café gibt und der Bistro-Chef hat zufällig auf der anderen Straßenseite eine Galerie?

Typisch: Pommes in Antwerpen

Die Pommeskultur der Belgier mitleben

Was in Wien die Käsekrainer, das ist in Antwerpen die Frituurs – also Pommes. Die gibt’s – zusammen mit anderem Fast Food – überall zu kaufen. Das Entscheidende ist die Soße – hier hat man die Qual der Wahl.

Diamanten in Antwerpen

Diamanten aus nächster Nähe begutachten

Die Hafenstadt gilt als wichtigster Handelsplatz für Diamanten. Was heißt das für Touristen? Window-Shopping in den vielen Diamantengeschäften rund um den Bahnhof! Wer mehr wissen will: Das lokale Tourismusamt bietet zweistündige Führungen zum Thema an.

Pop up Party in Antwerpen

Pop-up-Partys suchen … und mit viel Glück finden

Man sagt, in Antwerpen sprießen Pop-up-Shops, -Restaurants und -Partys nur so aus dem Boden. Mag sein. Dafür muss man aber die facebook-Fanpages einiger Veranstalter kennen – oder am besten bei Einheimischen nachfragen. Auch eine Idee: Der Typ auf dem Foto crashed Veranstaltungen, um mit Flyern und Stickern für seine eigenen Partys zu werben.

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Offenlegung
Wir waren im März 2014 drei Tage lang auf Einladung von Tourismus Flandern-Brüssel in Antwerpen unterwegs. Meinungen, Bilder und Texte sind wie immer „hausgemacht“.Mit diesem Beitrag nehmen wir amFlandern Blog Award 2014 für Reiseblogger teil.

Mehr Flandern gibt’s bei Gudrun von reisebloggerin.at – sie berichtet über Brüssel, Gent und Brügge: http://www.reisebloggerin.at/2014/04/flandern/