Viel bereist und trotzdem eine andere Welt: Thailands Kultur, Religion, Geschichte, Küche und Traditionen stellen für uns Zentraleuropäer eine völlig andere Welt dar. Umso mehr gilt es, diese so ganz anderen Dinge auch mal selbst auszuprobieren.

****

Insektenbuffet am Markt in Thailand.

Insektenbuffet am Markt in Thailand.

1. Tuk-Tuk fahren

Die kleinen Moped-Fahrzeuge sind die günstigste und meist auch schnellste Möglichkeit in Thailand von A nach B zu kommen. Verhandeln über den Preis gehört zum guten Ton. Viele Tuk-Tuk-Fahrer bieten Touren an und warten vor den Sehenswürdigkeiten auf ihre Fahrgäste. Vorsicht vor Keilern: Die Fahrer bekommen eine Provision, wenn sie die Besucher am Weg in einem Schneiderladen oder bei einem Juwelier abliefern. Tuk-Tuks fahren hauptsächlich am Festland, auf den Inseln sind zumeist offene Sammeltaxis unterwegs.

Jeder Buddha steht für einen Wochentag.

Jeder Buddha steht für einen Wochentag.

2. Thai-Massage

Sowohl an Stränden als auch auf der Straße oder im Hotel werden Thai-Massagen zu günstigen Preisen angeboten. Massagen an den Stränden Thailands sind sehr billig, Institute sind meistens etwas teurer. Die Preise von Spa Resorts unterscheiden sich oft kaum von den Massage-Preisen hierzulande. Duftendes Jasmin-Öl verschafft Entspannung pur. Unbedingt auf die Angebote achten, um nicht versehentlich in einem Erotik-Club zu landen.

3. Eine Opfergabe im Tempel darlegen

In den vielen Tempeln Thailands werden Opfergaben zum Dank an Buddha und die Mönche dargelegt. Oft bestehen diese aus Räucherstäbchen oder Blumen, die man am Eingang kaufen kann. Ab und zu sieht man auch einen kompletten Schweineschädel oder Getränke. Die Thais sind der Meinung, dass die Geister damit genährt und somit besänftigt werden. Deshalb entdeckt man Opfergaben auch oft an den Geisterhäuschen am Straßenrand, die der Legende nach als Heimat für die Seelen gebaut werden. So sind die Geister mitten im Geschehen und werden mit Speis und Trank versorgt.

Tiere als Opfergaben zum Freilassen.

Tiere als Opfergaben zum Freilassen.

4. Einen Lampion steigen lassen

An den Stränden Thailands laufen die Verkäufer abends gerne durch die Restaurants und bringen Blumenkränze, Spiele oder Lampions an den Mann oder an die Frau. Auf diese Lampions schreibt man einen Wunsch, das Datum und den eigenen Namen. Dank eines Feuerrings im Inneren des Lampions steigt dieser in hohe Lüfte auf, und leitet so den Wunsch an die Geister und die Unendlichkeit weiter.

5. Eine Travestie-Show ansehen

Travestie-Shows werden im ganzen Land geboten. Es heißt, es gibt nirgendwo in Thailand so viele Homosexuelle und Travestie-Künstler, wie auf Koh Samui. Die Shows werden von Damen in opulenten Kostümen auf den Straßen beworben. Keine Scheu, die Künstler freuen sich über jeden einzelnen Besucher. Die Shows selbst sind mit Tanz- und Gesangseinlagen aufwendig gestaltet, und dank der Kostüme und der teilweise operativen Eingriffe an den “Damen” ist vom eigentlichen Geschlecht der Künstler kaum etwas zu erkennen.

Tuk-Tuks sind ein klassisches Verkehrsmittel in Bangkok.

Tuk-Tuks sind ein klassisches Verkehrsmittel in Bangkok.

6. Einen Nachtmarkt besuchen

Nachtmärkte gehören in Thailand zum Pflichtprogramm. Flanieren durch die leuchtenden Gassen, die Stände mit Souvenirs, Kuriosem und thailändischer Handwerkskunst begeistern immer wieder aufs Neue. Handgefertigte Taschen, bestickte Tischläufer oder Holzschnitzereien sind auf den Tischen der Markttreibenden zu finden. Natürlich kann und soll hier auch gefeilscht werden. Dabei sollte man respektvoll bleiben, keine utopischen Minipreise vorschlagen. Wir wissen zwar, dass die Verkäufer nur einen Bruchteil des Verkaufspreises dafür bezahlen, dennoch sind wir hier diejenigen, die wirtschaftlich besser dran sind.

7. Die Stinkefrucht versuchen

Die Durian ist bekannt als die Stinkefrucht, denn ihre Schale stinkt zum Himmel. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Öffnet man die Frucht, schmeckt das Fruchtfleisch Gott sei Dank ganz anders, als es die Schale vermuten lässt. Einen Versuch ist es wert. Allerdings sollte man sich an Schilder halten, die es verbieten diese Früchte zum Beispiel in Fahrstühlen oder in Hotelzimmer mitzunehmen.

8. Schildkröten oder Vögel retten

An Flüssen werden an marktähnlichen Ständen lebende Schildkröten, Fische oder Vögel verkauft und zwar alleine für den Zweck, sie wieder freizulassen. Dies dient als Opfer für den Buddhismus, der Natur seine Bewohner zurückzugeben. Die Vögel lässt man aus den kleinen Käfigen fliegen, Schildkröten und Fische lässt man wieder zurück ins Wasser. Etwas kritisch kann dieser Brauch dennoch betrachtet werden, so kommt es vor, dass die soeben freigelassenen Fische und Schildkröten flussabwärts wieder eingefangen werden.

9. Insekten kosten

Entlang stark frequentierter Straßen befinden sich oft Stände, an denen Insekten als Nahrung verkauft werden. Die neugierigen Besucher können zwischen rohen, frittierten, gekochten oder gar karamellisierten Insekten wählen. Die kleinen Tierchen können sowohl einzeln als auch abgewogen gekauft werden. Wer mutig ist, probiert eines der Insekten, von Käfern über Mehlwürmer bis hin zu verschiedenen Größen und Arten von Kakerlaken (manche sind sogar so groß, dass ihnen die Beine zusammen gebunden werden) ist alles zu haben. Angeblich schmecken die Mehlwürmer ziemlich nussig.

10. Seinen persönlichen Buddha finden

Buddha-Statuen und –Figuren finden sich in Thailand überall. Der Buddhismus ist aber ein komplexer Glaube und sieht für verschiedene Situationen auch unterschiedliche Buddha-Figuren vor. So gibt es zum Beispiel für jeden Tag einen eigenen Buddha. Ist man an einem Donnerstag geboren, so bedeutet der zugeteilte Buddha, dass Donnerstags-Geborene besonders schlaue Menschen sind. Am besten lässt man sich von einem Guide die speziellen Eigenschaften der vielen unterschiedlichen Statuen erklären, um Missverständnisse zu vermeiden. (Daniela Nowak, kofferpacken.at)