Tierische Funde am Flughafen Wien – die Zollstelle hat ihre jährliche Aufgriffsbilanz veröffentlicht.

Schmuggelware Schildkröte

50 lebende Schildkröten, versteckt in Socken, wollte ein ägyptischer Reisegast im Vorjahr durch den Zoll des Flughafens Wien schmuggeln. Foto: Ich-und-Du/PIXELIO

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50 lebende Schildkröten, versteckt in Socken, wollte ein aus Hongkong kommender Passagier im Vorjahr per Koffer an der Zollkontrolle des Flughafens Wien vorbeischmuggeln. Im Bereich des Artenschutzes kommen den Zollbeamten immer wieder außergewöhnliche Schmuggelversuche unter. So wurde 2012 zum Beispiel auch der illegale Import eines präparierten Nilkrokodils aufgedeckt, wie es in der jährlich erscheinenden Aufgriffsbilanz der Zollstelle Flughafen Wien heißt. Im Bereich Artenschutz haben die Zollbeamten normalerweise vor allem mit tierischen Souvenirs wie Taschen aus Krokodilleder oder Schmuck aus Korallen zu tun.

Zigaretten und Drogen

Neben einem Anstieg bei vernichteten tierischen Produkten berichtet die Zollbehörde auch von einer Zunahme bei Mehrwertssteuer-Rückvergütungsanträgen, aufgedecktem Zigarettenschmuggel und beschlagnahmten Drogen: Im Jahr 2012 wurden insgesamt mehr als 43 Kilogramm Suchtgift sichergestellt – die größte Menge in der Geschichte des Zollamtes.

92.000 Kontrollen

Die Zollbeamten, die bei ihrer Arbeit von drei Diensthunden unterstützt werden, führten 2012 insgesamt 92.000 Kontrollen durch, bei denen es zu 4.890 Aufgriffen kam. Zu den Höhepunkten zählte neben dem Schildkröten-Schmuggel ein Reisender aus Ägypten, der 34.000 Stück Zigaretten ins Land bringen wollte. Ein anderer Extremfall war ein japanischer Reisegast, der Bargeld in der Höhe von fast 500.000 mit sich hatte. Rechtlich besteht für Reisende aus Drittstaaten ab einer Bargeld-Einführ über 10.000 Euro Anmeldepflicht.

Potenzpillen als Mitbringsel

Potenzpillen bleiben scheinbar ein beliebtes Urlaubs-Mitbringsel, wie die Zollbehörde berichtet. Auch andere Arzneimittel wurden im Vorjahr geschmuggelt: Insgesamt wurden 32.000 Stück Medikamente illegal eingeführt – meist stammen sie aus Ländern wie China, Thailand, der Türkei oder Ägypten. (red, kofferpacken.at, 19. Jänner 2013; Quelle: Bundesministerium für Finanzen/Zollstelle Flughafen Wien)