Genug vom Massentourismus auf Balearen & Co.? Lust auf Ursprünglichkeit? Wir haben auf der Ferien-Messe 2014 in Wien fünf etwas einsamere Inseln recherchiert.

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Karibikinsel Dominica

Dominica ist keine typische Badeinsel – einige einladende Stränden finden sich aber auch hier. Foto: Dominica Tourist Board

Dominica, Trinidad & Tobago

Grün, üppig und ursprünglich geht es auf der Karibikinsel Dominica zu. Reisende finden hier viel Ruhe und können wandern, tauchen, Wale beobachten. „Hier ist die Karibik so, wie sie ursprünglich einmal war – das merkt man auch an den Preisen“, erzählt eine Touristikerin. Dominica ist keine Badeinseln, kann aber mit einem Badeurlaub auf dem massentauglicheren Guadeloupe kombiniert werden.

Dominica: Waserfälle und sattes Grün

Wasserfall auf der Karibikinsel Dominica; Foto: Dominica Tourist Board

Oder man entscheidet sich für Trinidad & Tobago. Die beiden Inseln liegen vor der Küste Venezuelas. Tobago gilt als sehr ursprünglich. „Die Preise sind relativ niedrig, es gibt kleine Hotels statt Hotelbunkern“, sagt die Karibik-Expertin. Die Einheimischen seien nicht vom Tourismus abhängig, was sich im Umgang mit Besuchern bemerkbar mache. Natürlich gibt es auch Strände. „Zwar nicht so kitschig weiße wie in anderen Teilen der Karibik, aber auch sehr schön.“ Kultur findet man vor allem auf der Nachbarinsel Tobago.

Urlaub in Indonesien - Vertreter der Botschaft

Anindita H. Axioma von der indonesischen Botschaft in Wien

Indonesien

Wer sich für Indonesien entscheidet, steuert meistens Bali an: Gute Flugverbindungen, freundliche Menschen, eine optimale touristische Infrastruktur. Anindita H. Axioma von der indonesischen Botschaft in Wien empfiehlt, sich eher auf der ruhigeren Nachbarinsel Lombok einzuquartieren. Man könne von dort aus jederzeit und in weniger als einer Stunde nach Bali übersetzen.

Auf der Nachbarinsel Java steht in Yogyakarta der größte buddhistische Tempel der Welt. Auch nicht allzu weit weg ist die Naturpark-Insel Komodo, auf der die Riesenechsen Komodowarane leben.

Indonesien hat aber mit seinen mehr als 17.000 Inseln noch viel mehr zu bieten. „Da unser Land so groß ist, sollte man sich für eine Region entscheiden“, so Axioma. Zum Baden und Tauchen empfiehlt er zum Beispiel Sulawesi oder das Raja Ampat Archipel auf Papua.

Lipariasche Inseln

Urlaub auf den Liparischen Inseln

Panarea gehört zu den Liparischen Inseln (auch: Äolischen Inseln), die von Sizilien aus zu erreichen sind. Foto: Menalda Tours

Italien für Entdecker? Wer abseits der Massen etwas erleben will, dem könnten die Liparischen (auch: Äolischen) Inseln gefallen. Sie sind per Fähre oder Schnellboot von Sizilien aus erreichbar. „Am besten schlägt man seine Basis auf der Insel Lipari auf“, erzählt Christian Turcarelli von Menalda Tours. Hier gibt es die meisten Unterkünfte und die besten Fährverbindungen zu den anderen Inseln.

Reisende steigen gerne zu einem der Vulkankrater auf, zum Beispiel auf Stromboli, Salina oder Vulcano. Als beste Reisezeit für Rucksacktouristen schlägt der Experte das Frühjahr oder September und Oktober vor. „Dann ist es preislich günstiger und sehr gut zu wandern – gebadet wird bei uns bis Ende November.“

Azoren

Herbe Landschaften, Lavastrände und Thermalquellen – und das Ganze nur knappe fünf Flugstunden von Österreich entfernt. Massentourismus ist auf den Azoren ein Fremdwort. Wer hierher fliegt, nutzt die Zeit vor allem zum Wandern, Vulkanbesteigen und Tauchen. Außerdem kann man Wale beobachten und mit Delfinen schwimmen.

Die insgesamt neun zu Portugal gehörenden Inseln sind das ganze Jahr über bereisbar: Im Winter wird es nicht kälter als 17 Grad, im Sommer liegen die Höchsttemperatur bei rund 26 Grad Celsius. Anreise zum Beispiel nonstop in vier Stunden mit SATA ab Frankfurt/Main. Oder mit TAP ab Wien und München, allerdings mit Zwischenstopps. Zwischen den einzelnen Inseln gibt es Flug- und Fährverbindungen.

Kapverden

Die Kapverden liegen rund 500 Kilometer vor der Küste Westafrikas. Sie gehörten lange Zeit zu Portugal und sind erst seit 1975 unabhängig. Das milde Klima macht sie zu einem Ganzjahres-Reiseziel, das vor allem bei Surfern und Wanderern beliebt ist. Angeflogen werden sie vor allem von der portugiesischen TAP – allerdings mit Zwischenstopps.Maria Kapeller, 23. Jänner 2014)