Bologna, das ist eine Stadt, in der man sich treiben lassen muss. In der Nase stets der Geruch von Schinken und Parmesan, im Ohr das allgegenwärtige Klappern der Kaffeetassen.

Bologna, Italien

Eine Stadt, wo das Unperfekte zu Hause ist: Die Blumen auf den rostigen Balkonen. Die uralten Mauern, von denen die Farbe abblättert. Die von Millionen von Fußspuren polierten Fliesen.

Und das Perfekte: Die vielen Kilometer von Arkadenbögen, die an heißen Tagen Schatten spenden und an kühlen Tagen vor dem Regen schützen. Perfekt ist auch die unendlich erscheinende Straße nach San Luca, die sich geduldig bis hoch über die Stadt schlängelt.

Bologna. Das ist eine Stadt, wo erst die vielen Menschen den eindrucksvollen Plätzen und Palästen Leben einhauchen. Und die man von oben gesehen haben muss.

Bologna von oben

Wo das Leben brodelt und in den Seitengassen stillsteht. Und die Hausfarben in allen nur erdenklichen Pastelltönen schimmern, als würden sie allesamt aus einer Farbpalette stammen. Die vergoldeten Klingen, die hölzernen Fensterläden. Und die weit offen stehenden Fenster, aus denen nichts als das Rauschen eines Fernsehers dringt.

Bologna. Das ist eine Stadt, in der sich das Leben im Freien abspielt. Zum Beispiel sonntags im Park. Wo man die Sonne genießt, in Unterwäsche oder barfuß.

Und wo, einen Steinwurf vom touristischen Zentrum entfernt, der Geist des Wissens inspiriert. Die älteste Universität Europas. Die jungen Studenten, die Graffiti an die Wände sprühen. Und am Boden sitzend Wein trinken.

San Luca Bologna

Eine Stadt, die man nicht verlassen darf, ohne überteuerte, von Hand gemachte Tortellini zu kaufen.

Und an die man gerne zurück denkt. Während man, wieder daheim, die gefüllte Pasta Stück für Stück behutsam ins kochende Wasser legt.

 

Koffer packen und los geht’s:

  • Mit dem Zug über Innsbruck direkt weiter nach Bologna (viereinhalb Stunden).
  • Ein Trip nach Bologna lässt sich gut mit einem Zwischenstopp in Innsbruck, Bozen oder Verona kombinieren.
  • Ein günstiges, sauberes Hostel in der Nähe des Bahnhofs ist das „We_Bologna“. Wer lieber zentraler wohnen möchte, sollte sich in der Nähe der Einkaufsstraße Grand Independenzia oder in der Altstadt eine Unterkunft suchen.
  • Hausgemachte Tortellini gibt’s zum Beispiel im „La Bottega die Portici“, Via Independenzia 69
  • Käse, Schinken und Pasta zu guten Preisen findet man im Feinkostladen „I Sapori di Piero“, am Anfang der Arkadenböden der Straße nach San Luca. Hier hilft es, Italienisch zu sprechen.