Die beiden Bundesländer Tirol und Vorarlberg sind vor allem für ihre gewaltigen Berggipfel bekannt. Dabei haben sie auch genügend Seen, die sich sehen lassen können. Sieben erfrischende Ausflugs-Tipps für einen Sommer in den Bergen.

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1. Hintersteinsee – kristallklares Wasser

Das Wasser ist kristallklar und kommt frisch vom Gebirge. Was das bedeutet? Der Hintersteinsee ist richtig kalt. Aber im Sommer erwärmt er sich auf 19 bis 20 Grad, im Uferbereich wird das Wasser sogar noch ein bisschen wärmer. Der See liegt auf etwas mehr als 800 Höhenmetern im Naturschutzgebiet Wilder Kaiser – auch abseits vom Badevergnügen gibt es also genug zu tun. Tipp: Einfacher Rundwanderweg um den Hintersteinsee mit Blick auf die umliegenden Berggipfel Scheffauer und Treffauer.

2. Fernsteinsee – smaragdgrünes Wasser

Der Fernsteinsee liegt auf 900 Metern Seehöhe und gilt als einer der schönsten Alpenseen. Das ehemalige Jagdschloss Sigmundsburg am Ufer gibt dem Ganzen einen majestätischen Touch. Tipp: Tretboot ausborgen und genüsslich übers Wasser gleiten.

3. Vilsalpsee – eiskalte Abkühlung

Er liegt auf 1.165 Metern und hat mit 17 bis 18 Grad nicht gerade einladende Temperaturen: der Naturbadesee Vilsalpsee im Tannheimer Tal. Trotzdem: Er gilt als besonders Naturjuwel mit mehreren Hundert Pflanzenarten und seltenen Wildorchideen. Tipp: Wanderung rund um den See und weiter nur nahe gelegenen, bewirtschafteten Vilsalpe.

4. Formarinsee – vom Schmelzwasser gespeist

Noch ein Stückchen höher liegt der Formarinsee, ein Hochgebirgssee im Lechquellengebirge. Auf 1.793 Metern bildet er sich Jahr für Jahr neu aus Schmelzwasser. Tipp: Eine schöne Wanderung führt in rund fünf Stunden vom Formarinsee nach St. Anton am Arlberg. Empfehlenswert in der Gegend ist auch der Verwallsee, den man gut umrunden kann. Im Winter führt eine Langlaufloipe um den See, die wir bereits ausprobiert haben. Tipp: Wem die umliegenden Bergseen zu kalt sind – ab Sommer 2016 gibt’s im Hotel Arlmont in St. Anton am Arlberg einen Rooftop-Pool mit Bergblick.

5. Piburger See – natürliche Idylle

Die Wasseroberfläche des Piburger Sees im Tiroler Ötztal ist so glatt, dass sich die umliegende Bergwelt und die Wälder darin spiegeln. Außerdem ist er das älteste Naturschutzgebiet Tirols und beherbergt viele geschützte Tier- und Pflanzenarten. Wem die Tiroler und Vorarlberger Gebirgsseen zu kalt sind, der wird sich über die relativ hohen Wassertemperaturen dieses Badesees freuen. Tipp: Am besten breitet man sein Badetuch an den flachen Buchten des Nord- und Südufers aus.

6. Lünersee – türkisblau zwischen Gipfeln

Es geht noch weiter hinauf! Sage und schreibe 1.970 Meter über dem Meeresspiegel liegt der Lünersee im Brandnertal. Er ist Vorarlbergs höchster Gebirgssee und einer der größten Stauseen des Bundeslandes. Im Frühsommer glänzt sein türkisblaues Wasser besonders einprägsam zwischen den umliegenden, noch mit Schnee bedeckten Berggipfeln hervor. Der Lünersee ist zwar kein Badesee, aber allein sein Anblick wirkt erfrischend. Beim Wandern ist die Wahrscheinlichkeit hoch, auf Murmeltiere zu treffen. Tipp: Der See ist auch für weniger geübte Wanderer leicht erreichbar – per Gondel. (Titelfoto)

7 Seewaldsee – von Blumenwiesen umgeben

Der Seewaldsee im Großen Walsertal hat einen klaren Vorteil: Er liegt zwar mit 1.200 Metern relativ hoch, aber führt wenig Wasser und ist deshalb ein relativ warmer Badesee. Er ist von blühenden Wiesen umgeben und nach einer rund einstündigen Wanderung erreichbar. Tipp: In den Sommermonaten muss man nicht mal selber gehen – sondern setzt sich in den Bummelzug, der zum See fährt.

Koffer packen und los geht’s:
Mehr Infos zu Badeseen in den einzelnen Bundesländern gibt’s auf der Website der Österreich Werbung.