Viele Stufen, Trinkbrunnen und der Blick nach links, rechts und oben – liebenswerte Eigenheiten der ewigen Stadt. kofferpacken.at hat sich in Rom umgesehen.

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1. Treppen steigen

Treppen steigen gehört in Rom zum Alltag. In der ewigen Stadt führen viele Treppen durch die Straßen, durch Sehenswürdigkeiten und auf dem Weg zu einigen historischen Monumenten muss man ganz schön schwitzen, bis man ans Ziel gelangt. Es gehört auch zum guten Ton, diese Treppen auf- und ab zu gehen – nicht nur auf der Spanischen Treppe. Zum Beispiel führen 551 Treppen zur Kuppel des Petersdoms im Vatikan. Ca. 200 Stufen kann man sich durch den Aufzug ersparen. Dennoch – der Weg lohnt sich!

2. Stadt für Schlanke?

Rom scheint manchmal eine Stadt für schlanke Leute zu sein. Nicht nur enge Gassen, Gehsteige, die schmalen Gänge in Shops oder die eng bestuhlten Restaurants lassen diesen Gedanken aufkommen. Sämtliche WC-Anlagen sind sehr eng gehalten, in den Kabinen ist kaum Platz für eine Tasche. Zudem muss man bedenken, dass Rom nach wie vor die Antike beherbergt. So sind beispielsweise Treppenaufgänge oder (gemauerte) Sitzgelegenheiten nur für schmale Zeitgenossen gemacht: Auf dem Weg zur Kuppel im Petersdom muss man schon die Tasche vorne oder hinten mitnehmen und sich ein bisschen verbiegen, um nicht ständig an der Wand zu reiben …

3. Wasser trinken – und das überall

Praktisches Detail: Überall in Rom finden sich Trinkbrunnen, die man mit einem kleinen Trick leicht bedienen kann.

Praktisches Detail: Überall in Rom finden sich Trinkbrunnen, die man mit einem kleinen Trick leicht bedienen kann.

Viel Wasser trinken, denn es gibt auch überall welches! An jeder Ecke befinden sich Trinkbrunnen, bei denen man seine geleerten Wasserflaschen kurzerhand auffüllen kann. Ein römischer Tipp: Die meisten Brunnen haben an der Wasserleitung auch auf der Oberseite ein Loch. Wer direkt aus dem Brunnen trinken möchte, hält einfach die große Öffnung zu und trinkt aus der Mini-Fontäne, die dann nach oben emporkommt. Etwas Sicherheitsabstand schadet jedoch nicht, der Wasserdruck ist großzügig und das Wasser spritzt weit!

4. Roms Innenhöfe als Highlight

Einen Blick hinter Tore und Gitter werfen: Hier finden sich oft liebevoll hergerichtete Hinterhöfe.

Einen Blick hinter Tore und Gitter werfen: Hier finden sich oft liebevoll hergerichtete Hinterhöfe.

Ein Blick in die Innenhöfe von Privathäusern lohnt sich. Oft sind die Hinterhöfe von unscheinbar wirkenden Häusern wunderschön und kunstvoll dekoriert, zusätzlich sind auch gelegentlich antike Statuen zu sehen. Brunnen, begrünte Flächen und nette Sitzgelegenheiten sind ebenfalls keine Seltenheit. Normalerweise ist der Zugang zu privaten Höfen kein Problem, dennoch sollte die Privatsphäre respektiert werden.

5. Gassen liebevoll dekoriert

Auch ein Blick nach oben ist in Rom empfehlenswert – man weiß nie welch Kleinod auf einen wartet. Nicht nur die begrünten Balkone, die zumeist liebevoll mit vielen kleinen, bunten Töpfen vollgestellt sind, sondern auch Fensterläden werden gerne mit Pflanzen dekoriert. Achtung sei deshalb jedoch auch geboten – falls man eine Pfütze auf dem Boden sieht, wurden vermutlich gerade die Blumen gegossen und es kann weiter tropfen.

6. Regenschirme und Ponchos

Sobald nur ein Regentropfen vom Himmel fällt, sind sofort die vielen Regenschirmverkäufer zur Stelle. Sie verkaufen Regenponchos und Schirme in grellen Farben – deshalb sieht man bei Regen auch immer wieder Touristen, die wie „Barbapapas“ in lustigen Farben gehüllt durch die Straßen tigern. Wer es wie die Römer machen möchte, der gönnt sich einfach eine Auszeit in einem Café oder Ristorante bis der Regen wieder vorbei ist.

7. Die Römer leben draußen

Im Sommer findet das Leben draußen statt, sowohl tagsüber als auch am Abend. Sollte es am frühen Abend regnen, sieht man beinahe nur mehr Touristen in den Ristoranti sitzen oder auf den Plätzen flanieren. „Die Römer leben draußen, wenn das Wetter nicht passt, bleiben sie lieber drinnen und machen sich einen gemütlichen Abend mit ihren Lieben“, so ein Kellner über das abendliche Treiben auf Roms beliebten Plätzen. Übrigens ist auch montags Abend tote Hose, sogar im beliebten Ausgehviertel Trastevere. Am Montag ist man einfach noch müde vom Wochenende …

8. Rom zu Fuß erkunden

Das Leben findet also draußen statt, und das gilt auch für die touristischen Gegenden. Man benötigt kaum eine U-Bahn oder einen Bus, denn die meisten Sehenswürdigkeiten sind sehr leicht in kurzen Spaziergängen zu Fuß erreichbar. Zum Vatikan geht allerdings direkt eine U-Bahn (Haltestelle Ottaviano – oder dort wo alle aussteigen), die man bei bereits schmerzenden Füßen vom unruhigen Kopfsteinpflaster in Rom dankbar zu schätzen weiß. Nach Trastevere geht keine U-Bahn, jedoch ist man von der Piazza Navona oder vom Kolosseum innerhalb ca. 15 bis 20 Minuten in dem beliebten Viertel jenseits des Tibers.

9. Ampeln als Richtlinien

Ampeln gelten eher als Richtlinien und keiner scheint sie ernst zu nehmen. Nicht mal die Carabinieri selbst. Wer über die Straße gehen möchte, passt einen guten Moment ab und läuft auf die andere Straßenseite. Bei Zebrastreifen funktioniert dies sehr gut und die Autofahrer reduzieren sofort ihre Geschwindigkeit, sobald ein Fußgänger einen Fuß auf die Straße setzt. Dies soll jedoch keine Aufforderung für unaufmerksames Überqueren der Straßen sein! In Rom ist der Verkehr sehr stark, deshalb immer Augen und Ohren offen halten!

10. Roma Pass – Genießen ohne anstehen

Unbedingt die Spanische Treppe rauf oder runter gehen - die gehört einfach dazu.

Unbedingt die Spanische Treppe rauf oder runter gehen – die gehört einfach dazu.

Was es in den meisten Metropolen der Welt gibt, gibt es auch in der ewigen Stadt: Den Roma Pass. Wer jetzt denkt, dieser Pass zahlt sich nur für Museumsliebhaber aus, der irrt. Natürlich bietet der Roma Pass (Juli 2013 um 34 Euro für drei Tage – wird jedes Jahr etwas teurer) Vergünstigungen in die zahlreichen Museen der Stadt. Allerdings sind auch die öffentlichen Verkehrsmittel inkludiert sowie der Eintritt der ersten beiden Sehenswürdigkeiten. Ein Tipp am Rande: Der Roma Pass fasst den Eintritt von Forum Romanum, Palatin und Kolosseum in einem Ticket zusammen. So hat man bereits drei Sehenswürdigkeiten gratis. Doch das Beste daran – man geht einfach gemütlich an der langen Schlange vorbei, denn man hat so genannten Priority-Eintritt und muss nicht stundenlang anstehen. Das Pantheon sowie viele Kirchen in der Stadt verlangen keinen Eintritt, im Vatikan muss extra Eintritt bezahlt werden (kein Roma Pass). Jede weitere Sehenswürdigkeit, die im Roma Pass inkludiert ist, kann als zweites Highlight gratis besucht werden. Alle anderen sind zu einem vergünstigten Eintritt zu besuchen. (Daniela Nowak, kofferpacken.at)