Wer Wein mag, wird die Wachau lieben. Inspiration und praktische Reisetipps für einen Abstecher in die Weinstadt Krems an der Donau und ihre Umgebung.

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Wachau-Tipp 1: Zwischen Weinreben wandern

Weintrauben und Weinblätter soweit das Auge reicht: Die Wachau ist das wohl bekannteste Weinbaugebiet Österreichs. Die knallgrünen Weinreben wachsen auf steilen Hängen, die Weinterrassen werden von Steinmauern vor dem Abrutschen geschützt. Durchs Tal schlängelt sich die Donau – von oben ergibt das ein ziemlich beeindruckendes Gesamtbild. Nicht umsonst zählt die Wachau zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Welterberegion Wachau

Entlang des Welterbesteigs in der Wachau

Weintrauben in der Wachau

Erwandern lässt sich die Weinregion in 14 Etappen am Welterbesteig. Er führt auf insgesamt 180 Kilometern durch alle Orte der Wachau. Tipp: Auch kürzere Abschnitte, zum Beispiel die rund fünfeinhalb Kilometer lange Strecke am Kögelweg in Krems an der Donau, lohnen sich.

Wachau-Tipp 2: Bei einem Winzer einkehren

Wer in der Wachau lebt, ist von Wein umgeben. Ständig und immer. Da wundert es einen kaum zu erfahren, dass es in der Region mehr als 200 offizielle Weinbauern gibt. Beim Aussuchen hat man die Qual der Wahl.

Gastgarten Weingut Hutter Krems

Kartoffelknödel im Weingut Hutter in Krems, Wachau

Einen schattigen Gastgarten mit Blick über die umliegenden Weingärten und die Stadt Krems gepaart mit regionaler Wirtshausküche gibt es zum Beispiel im Weingut Hutter. Die Geschichte des Hauses reicht bis ins Jahr 1890 zurück – das spürt man. Tipp: Hauseigenen Weine kann man als Gast natürlich ab Hof mitnehmen.

Wachau-Tipp 3: Regionale Produzenten besuchen

Die Wachau ist – neben Wein – auch für andere regionale, naturbelassene Produkte bekannt. Allen vorweg die Marille oder das berühmte Wachauer Laberl, ein Weckerl mit geheimer Rezeptur. Seit einiger Zeit steht die Wachau auch für authentischen, chemiefrei hergestellten Balsamico – Weißweinessig. Denn, wenig überraschend: Echter Balsamico besteht aus nichts außer Weintrauben. Und die verarbeitet Thomas Mayer zu dem dunklen, süß-sauren Essig.

Balsamico aus der Wachau

Der ehemalige Hobbywinzer ist damit einer von wenigen Balsamico-Produzenten in Österreich. Seinen Job in der Software-Branche hat er längst an den Nagel gehängt. Heute liefert er an Privatkunden und die Gastronomie. „Das Dilemma beim Balsamico ist, dass er entweder gut und teuer oder schlecht und billig ist“, erklärt Mayer. Er wollte es anders machen: Ein qualitativ hochwertiges Produkt, das leistbar ist. Geschafft hat er es nach jahrelangem Herumexperimentieren, bei dem er ein eigenes Verfahren entwickelt hat.

Thomas Mayer von der Veltliner Balsamico Manufaktur in Krems

Das Geheimnis vom gutem Balsamico: Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Süße und Säure. Tipp: Wer gerade nicht in der Gegend ist, um sich mit ein paar Flaschen Balsamico zu versorgen, bestellt sie in Mayers Veltliner Balsamico Manufaktur online. Kostenlose Lieferung ab sechs Flaschen.

Wachau-Tipp 4: Stifte und Klöster anschauen

Auch wenn man nicht gerade der größte Fan der katholischen Kirche ist – beeindruckend sind viele ihrer Gebäude schon. Neben dem weithin bekannten und gut besuchten Stift Melk ist zum Beispiel das Stift Göttweig einen Ausflug wert. Es liegt hoch oben auf einem Hügel, von den Fenstern aus schweift der Blick weit übers Kremstal mit seinen vielen Weinreben.

Stift Göttweig bei Krems

Apropos Fenster: Ein paar von den Fenstern der Stiftskirche sind nur aufgemalt. Warum? Nach zwei Bränden war beim dritten Wiederaufbau kurzerhand das Geld ausgegangen. Neben Details wie diesen erfährt man bei einer Führung, was die 42 Mönche – außer Beten – sonst so machen. Oder dass der Benediktinerorden nicht jeden Willigen auch eintreten lässt – es gibt quasi einen Bewerberprozess. Und wann bekommt man schon die Gelegenheit einen Pater zu fragen, warum er sich für den lebenslangen Verbleib im (selben!) Kloster entschieden hat?

Kaisertreppe im Stift Göttweig Krems

Tipp: Wer etwas tiefer ins Klosterleben eintauchen will, kann in einem der einfachen Zimmer des Benediktinerklosters übernachten. Die luxuriösere Variante ist das Genießer-Zimmer, eine barocke Suite in den ehemaligen äbtlichen Wohnräumen.

Wachau-Tipp 5: Sich ein bisschen Luxus gönnen

Wenn die Wachauer Sonne sich einmal nicht von ihrer besten Seite zeigen sollte, gibt es in der Region eine gute Auswahl an Hotels und Thermen mit Spa-Angeboten. In einigen kann man auch den Day Spa nutzen. Wellnessen mit Blick auf die Weinberge lässt sich zum Beispiel ausgezeichnet im Hotel Steigenberger in Krems.

Spa mit Außenpool, Infinity-Innenpool, Saunen und Whirlpool befinden sich direkt auf der Dachterrasse. Umgeben vom Blau des Wassers schweift der Blick dann ins Grün der Weinberge – das hat etwas Meditatives. Für die Massagen und Behandlungen werden zum Teil auf Wein basierende Produkte verwendet, etwa Traubenkernöl. Tipp: Wer mit dem Zug anreist, wird kostenlos vom Bahnhof Krems abgeholt.

Koffer packen und los geht’s:

Hinkommen:

Die Wachau ist einfach und bequem per Zug zu erreichen. Die Strecke St. Pölten – Krems an der Donau dauert etwa 35 Minuten.

Übernachten:

  • An Unterkünften mangelt es in Krems und der gesamten Wachau nicht. Von Weingütern über Landgasthäuser bis zu Vier-Sterne-Hotels mit Wellness-Angebot ist alles dabei.
  • Ausgewählte Betriebe mit besonderem Flair bieten so genannte „Genießerzimmer“ an – vom Weingut bis zum Vier-Sterne-Betrieb wie dem Hotel Steigenberger.

Restaurant-Tipps:

  • Das Wirtshaus Salzstadl bietet bodenständige lokale Küche und ist bei den Kremsern recht beliebt. Der Grund: Es ist Wirtshaus und Bühne zugleich. Wer Glück hat, kann Musikern wie den Comedian Vocalists beim Proben zuschauen.
  • Vor allem Frühstücks-Liebhaber fühlen sich im Café-Restaurant Wellenspiel direkt am Donaustrand in Krems pudelwohl.
  • Auf der Weinbergterrasse des Hotels Steigenberger Krems speist man inmitten der umliegenden Weinberge. Noch weiter oben nimmt man bei Schönwetter Wein und andere Getränke auf der Rooftop-Bar „Sky Garden“ zu sich. Im Sommer jeden Mittwochabend mit DJ-Begleitung.
  • Einen Panoramablick hat man auch von der Terrasse des Stiftsrestaurants im Stift Göttweig. Die Weine stammen zum Teil vom stiftseigenen Weingut, einem der ältesten Weinbaubetriebe Österreichs.

Offenlegung

Danke an das Hotel Steigenberger Krems und Donau Niederösterreich Tourismus GmbH für die Einladung. Wir waren diesmal gemeinsam mit reisebloggerin.at, wiederunterwegs.com, travelwoman.at und cityseacountry.com unterwegs.