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Der kleine Polarfuchs zeigt sich nur äußerst selten. Nämlich dann, wenn es was zu futtern gibt. Er hat vorübergehend ein Zuhause im Polarfuchszentrum „Arctiv Fox Center“ im isländischen Sudavik gefunden. Dort haben Wissenschaftler eine Mini-Forscherstation aufgebaut, in der immer wieder Füchse aufgenommen werden. Wenn sie wieder aufgepeppelt sind, entlässt man sie zurück in die freie Natur.

Polarfüchse werden in Island gejagt

Polarfuchsmuseum in Island

Polarfuchsmuseum in Island

Die Tiere sind in Island zwar nicht vom Aussterben bedroht, trotzdem wollen sie die Forscher schützen. Das Jagen der Füchse ist erlaubt und seit jeher Tradition. „Es ist in der Gesellschaft sehr stark verankert, obwohl man mit dem Fell nicht mehr wirklich viel Geld verdienen kann“, so eine freiwillige Helferin. Wer sechs oder mehr Schafe besitzt hat das Recht, Polfarfüchse zum Schutz der Herde abzuschießen. Dabei hat so ein fünf bis maximal zehn Kilo schwerer Fuchs höchstens die Kraft, eine Ente zu reißen.

Fell passt sich der Umgebung an

Polarfuchszentraum Island

Polarfuchszentraum Island

Die meisten Polarfüchse auf der Welt haben ein strahlend weißes Fell. In Island ist der Großteil braun, in der Fachsprache „blau“. „Wahrscheinlich passt sich die Fellfarbe an die Gegend und die Kost an“, erklärt die vorübergehende Mitarbeiterin aus Deutschland. In Island essen Polarfüchse vor allem Eier, Fisch und tote Robben.

Freiwillige Mitarbeiter sind willkommen

Das Polarfuchszentrum nimmt immer wieder freiwillige Helfer auf. Man kann mehrere Wochen mithelfen, zum Teil auch Polarfüchse auf der verlassenen Halbinsel Hornstrandir beobachten. Unterkunft gibt es keine, man muss also ein Zelt mitbringen.

Der kleine Polarfuchs kommt endlich aus seinem Bau heraus. Von den paar Kameras der Touristen lässt er sich nicht stören. Er verspeist gemütlich einen Fisch. Bald vielleicht schon wieder in freier Wildbahn. (mak, August 2014, kofferpacken.at)

Info: www.arcticfoxcenter.com; melrakki@melrakki.is