Die Preise in Island? Horrend. Mit diesen Reisetipps lässt es sich trotzem haaaaalbwegs günstig durch die boomende Insel reisen.

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Welche Airlines fliegen nach Island?

Am besten, man spart schon bei der Anreise – also bei den Flugkosten. Längere Zeit wurde Island hauptsächlich von der heimischen Airline Iceland Air angeflogen. Wir haben Island im Juni 2014 erkundet. Zu dieser Zeit hätte ein Flug mit Iceland Air rund 600 Euro pro Person gekostet. Finnair und Lufthansa in Zusammenarbeit mit SAS fliegen ebenfalls ab Wien zu teils günstigeren Preisen, allerdings mit teilweise sehr langen Transferzeiten. Air Berlin fliegt ab Wien und München nach Island – zum Teil um 300 Euro hin und retour. Wer flexibel ist, bucht einen der wenigen Nonstop-Flüge. Natürlich variieren die Flugpreise je nach Saison und Uhrzeiten. Flugdauer: Rund viereinhalb Stunden.

Kochnische am Campingplatz in Island.

Küche am Campingplatz: Wer in Island günstig essen will, kocht selbst.

Wann ist die beste Reisezeit für Island?

Das kommt darauf an, was man erleben will. Wer im Hochsommer reist, hat erstens trotzdem keine Garantie für stabiles Wetter, zweitens sind die Preise natürlich noch höher als ohnehin schon. Die Hochsaison dauert von Mitte Juni bis August – dann sind Hotels & Co. preislich am Höchstpunkt. Auch im Winter wird Island immer beliebter – dann fallen die Preise, die Touristenzahlen sinken massiv und mit etwas Glück erhascht man einen Blick auf die Polarlichter.

Reisetipp für Island: Mietwagen nehmen.

Mit Mietauto und Zelt durch Island.

Wie in Island von A nach B kommen?

Mit Mietauto oder Bus – beides ist relativ teuer. Beim Mietwagen ist es neben den Fixkosten der Benzin, der sich summiert. Bustickets gibt’s einzeln oder für bestimmte Routen oder Regionen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis beim Bus stimmt in Island nur dann, wenn man alleine reist oder gleich für mehrere Wochen oder Monate unterwegs ist. Immer wieder sieht man auf den Straßen widerstandsfähige Radler, die Wind und Wetter trotzen. Autostoppen könnte entlang der viel befahrenen Ringstraße gut funktionieren, da neben Einheimischen im Sommer Unmengen von Touristen unterwegs sind. Wer mehrtägige Wandertouren plant, braucht für Verkehrsmittel wenig Geld.

Hotels sind in Island eher teuer, Hostels günstiger.

Reisetipp für Island: Im Hostel nächtigen.

Wo in Island übernachten?

Hotels sind in Islands erstens eher selten, zweitens richtig teuer. Coole Designhotels gibt es eigentlich nur in der Hauptstadt Reykjavik, die anderen Gebiete sind mit Ketten wie Fosshotel, Hotel Edda und den Hotels von Iceland Air abgedeckt. Dann gibt es – vor allem entlang der touristischen Ringstraße – noch unzählige Privatlleute und Bauern, die Zimmer anbieten sowie ein paar kleinere Hotels. Hier gilt: Unbedingt den eigenen Schlafsack mitbringen und fragen, was das Zimmer ohne Bettzeug kostet. Meist lässt sich so ein erheblicher Teil an Kosten sparen.

Hostels sind nicht nur etwas günstiger, sondern meistens auch ziemlich schick und cool. Viele haben Doppelzimmer mit eigenem Bad. Auch hier gilt: Wer sich mit dem Schlafsack begnügt, zahlt weniger. In Island gibt es 32 Hostels von Hostelling International. Wer einen Internationalen Jugendherbergsausweis hat, kriegt nochmal einen kleinen Rabatt. Am meisten spart man beim Schlafen im Hostel nicht bei der Übernachtung sondern aufgrund der Tatsache, dass man selbst kochen kann. Die Küchen sind gut ausgestattet und in gutem Zustand. Die beeindruckendste, naturnahste und günstigste Art in Island zu übernachten, ist Camping. Allerdings lässt das Wetter das oft nicht zu. Und: Eine gut ausgestattete Küche haben die wenigsten Campingplätze. Wer schon vorher weiß, dass er fast ausschließlich zelten will, kann sich eine Campingkarte für mehrere Plätze besorgen.

Günstiges Essen in Island? Da bleibt nur Fast Food.

Günstige Preise sind in Island rar – auch beim Essen.

 

Was soll man in Island essen?

Traurig, aber wahr: Wer ein geringes Budget hat, sollte zu Fast Food greifen. Die einzigen halbwegs günstigen Mahlzeiten gibt’s in Pizzabuden und an Hot-Dog-Ständen. Manchmal hat man Glück in Bäckereien, Cafés oder mit Mittagsmenüs in Restaurants. Was auch geht: selber kochen. Dazu braucht man allerdings Küchen – und die gibts vor allem in Hostels. Der günstigste Supermarkt heißt Bonus – auch die Einheimischen stehen hier am Wochenende Schlange. Hier bei Gemüse, Joghurt und Co. auf heimische Produkte zurückgreifen – die sind um ein Eck billiger als Importware. Beim Fortgehen am besten die Happy Hour nutzen, die in vielen Pubs und Kaffeebars angeboten wird.

Gibt’s auch bei den heißen Quellen Preisunterschiede?

Ja! Die bekannteste heiße Quelle in Island ist die Blaue Lagune – und auch die teuerste. Wer hier eincheckt, sollte sich deshalb viel Zeit gönnen. Auch andere natürliche heiße Quellen wurden zu kleinens Spas ausgebaut – was sich am Preis zeigt. Zum Glück gibt’s aber in fast jedem Ort ein Sundlaug, also ein öffentliches Bad. Für wenige Euro Eintritt zieht man dann draußen im beheizten Becken seine Runden oder entspannt im Hot Pot. Letztere stehen zum Teil auch auf Campingplätzen oder in Gärten von Privatvermietern. Noch günstiger: Die meisten naturbelassenen heißen Quellen sind kostenlos und frei zugänglich – wer will, hinterlässt eine kleine Spende.

Günstig durch Island: Wasserfälle und Co. kosten nichts.

Die Preise in Island sind hoch. Naturschauspiele zum Glück gratis.

Was ist in Island gratis?

Großer Pluspunkt: Die Isländer wollen, dass ihre Naturschätze für jedermann zugänglich sind. Das heißt: Auch die begehrtesten Naturschauspiele wie der Geysir oder der Wasserfall Gullfoss sind ohne Eintritt. Die angebauten Besucherzentren meiden – und damit teure Souvenirs und Snacks. Auch Kaffee gibt’s vielerorts kostenlos. In vielen Supermärkten und anderen öffentlich zugänglichen Lokalen stehen Thermoskannen mit kostenlosem Kaffee. Nicht zögern, zugreifen!