Weite Entfernungen, so gut wie kein Straßennetz, fast nur Schnee und Eis. Aber: Grönland ist grüner und bereisbarer als man denken würde. Ein Streifzug durch den Süden der Insel.

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Von Europa aus gelangt man in rund fünf Stunden von Dänemark (Air Greeland) oder in rund drei Stunden von Island (Air Iceland) nach Grönland. Wer in den grünen Süden der Insel will, fliegt Narsarsuaq an. Gute Reisezeit: September.

Der größte Teil Grönlands ist mit Inlandseis bedeckt, nur an dessen Rand haben sich Menschen angesiedelt.

Straßen zwischen den einzelnen Orten gibt es nicht – die landestypischen Verkehrsmittel sind Hubschrauber und Boot.

Um zu dieser Ortschaft zu gelangen, ist man beispielsweise mehrere Stunden mit dem Boot unterwegs.

Der Süden Grönlands wird immer grüner – Klimaschützer schimpfen, die Einheimischen freuen sich, dass sie immer mehr Gemüsesorten anbauen können.

Zum Trocknen aufgehängen Fisch sieht man vielerorts.

Wer Glück hat, wird vom Tourguide zu einer heißen Quelle gebracht, um umringt von schneebedeckten Gipfeln ein wärmendes Bad einzunehmen.

Ein unvergessliches Erlebnis: Auf einem alten Holzkahn durch die Stille des Eismeeres gleiten.

Eisberge sind riesige Eisbrocken, die sich von den Gletschern ins Meer gespült wurden.

Sie bestehen aus fest zusammengepresstem Schnee, der vor mehreren Tausend Jahren auf das Inlandseis fiel.

Eisberge schimmern dann blau, wenn sie nur sehr wenige Luftbläschen enthalten.

Manche Eisberge treiben Tausende Kilometer Richtung Süden, bevor sie in der Nähe des 40. Breitengrades schmelzen.

Nur hier gibt’s den wahren Martini on the Rocks: Die Eiswürfel für den Drink schlägt der Tourguide aus dem 2.000 Jahre alten Eis der im Meer schwimmenden Eisberge.

Bei der abendlichen Bootstour wird die Stille am Eismeer einzig vom leisen Knacken der Eisberge unterbrochen.

Fotos: Maria Kapeller