kofferpacken.at-Leserin Isabella aus Wien zog es in einem kalten österreichischen Winter für drei Wochen ins tropische Guatemala. Das Land der Maya, nicht nur bekannt für Tortillas und Gallo Pinto (Reis mit Bohnen). Was sie auf ihrer Rucksackreise erlebt hat, erzählt sie in unserer Serie „Ausgepackt“.

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Mit diesem Reisebericht möchte ich euch die atemberaubende Schönheit und Diversität dieses Landes näher bringen sowie persönliche Empfehlungen weitergeben, die vor allem für Low-Budget Reisende und Backpacker interessant sind. Viel Spaß beim Lesen!

Unterwegs mit dem „Chicken Bus“

Ich lande in Guatemala Stadt, treffe dort eine Freundin die von Costa Rica aus anreist und wir verbringen die ersten Tage zur Akklimatisierung bei Bekannten die uns sehr gastfreundlich aufnehmen. Von dort geht es weiter nach Antigua, eine faszinierende Kolonialstadt mit Pflastersteinen, bunten Häusern und Vulkanen ringsum. Dort treffen wir einen Freund und zu dritt geht es in einem für Guatemala typischen und sehr farbenfrohem „Chicken Bus“ weiter an den Atitlansee, wo wir zwei weitere Mitreisende treffen. Wir sind nun eine kleine Gruppe von fünf Personen und planen gemeinsam unsere Rundreise.

Sonnenaufgang über dem See

Nach ein paar Tagen in San Juan am Atitlansee und vielen tollen Erlebnissen, wie zum Beispiel der Besteigung der „Indianernase“ von der aus man den Sonnenaufgang über dem See beobachten kann, führt uns der Weg weiter nach Semuc Champey. Dieses kleine Dorf hat ein paar sehr nette Hostels zu bieten, sonst nichts. Allerdings gibt es dort, tief im Dschungel und nur zu Fuß erreichbar ein Naturwunder sondergleichen in Form von mit türkisem Wasser befüllten, stufenartigen Becken in denen man sich sogar ein Bad gönnen kann.

Flores: Stadt am See

Die nächste Station ist Flores, eine Stadt mitten in einem See (auf einer Insel versteht sich), sowas haben wir noch nie zuvor gesehen und sind sehr fasziniert. Wir nutzen Flores als Ausgangspunkt für die berühmte Mayastätte Tikal, die wir uns bei einem Tagesausflug ansehen. Das Erlebnis, auf einer Maya Pyramide zu sitzen und sich von dort über dem Dschungeldach den Sonnenaufgang anzusehen, hat etwas sehr mystisches und gehört zu meiner unbedingten Reiseempfehlung für dieses Land. Wer dann noch nicht genug hat und noch ein bisschen Karibik-Feeling hautnah erleben möchte, fährt am besten nach Livingston. Diese karibische Enklarve an der Ostküste Guatemalas erreicht man problemlos über den „Rio Dulce“, was soviel wie „süßer Fluss“ bedeutet und welcher auch atemberaubende Einblicke in die Schönheit des Landes bietet.

Feiern beim Garifuna-Festival

Unser Aufenthalt in Livingston besteht hauptsächlich aus Feiern, da wir genau zur Zeit eines großen Garifuna-Festivals dort sind und die ganze Stadt vor Leben nur so pulsiert und überall Musik läuft. Die Leute sind sehr offen, jeder tanzt mit jedem und man übt sich im „Yoruba“, einem für die Garifuna-Kultur typischen Hinterteil-betonten Tanz. Für uns etwas verklemmten Europäer ist es nicht ganz einfach, gleich so drauflos zu legen aber wir haben trotzdem unseren Spaß 😉 (Text und Foto: Isabella Falter)

Lese-Tipp:
Hier geht’s zu Isabellas Reiseblog: www.isaplayground.wordpress.com

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