Oliver berichtet über eine nicht ganz unkomplizierte Reise durch Myanmar (Birma).

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kofferpacken.at: Wohin hat dich deine Reise geführt?

Oliver Zwahlen: Ich war zwei Wochen lang mit dem Rucksack in Myanmar (Birma) unterwegs.

kofferpacken.at: Was waren deine Tops?

Oliver Zwahlen: Die Freundlichkeit der Menschen war das, was mich am meisten beeindruckt hat: Was immer man tut, wird mit einem Lächeln quittiert. Wer genügend Zeit mitbringt, findet auch überall interessierte und auch interessante Gesprächspartner. Obwohl das Land an sich sehr arm ist, wird man fast nie von Leuten bedrängt, die einem irgendetwas andrehen wollen. Nach Destinationen wie Indien ist das eine Wohltat.

Weil es bis vor kurzem als „poltisch inkorrekt“ galt, Myanmar zu besuchen, ist das Land touristisch noch herrlich unentwickelt. Selbst in der Pagoden-Ebene von Bagan, die zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehört, trifft man in und auf den alten Bauwerken kaum andere Reisende. Ich fühlte mich ein bisschen in einem India Jones Film versetzt.

Nachdem nun aber in diesem Jahr rund 30 Prozent mehr Besucher einreisen und zahlreiche Touristikunternehmen in Myanmar investieren, könnte sich das bald ändern.

kofferpacken.at: Was waren deine Flops?

Oliver Zwahlen: Das Land wird trotz zaghafter Öffnungsversuche teilweise von Mitgliedern der früheren Militärdiktatur regiert. Das bringt für Besucher neben den ethischen Überlegungen auch zahlreiche praktische Probleme mit sich, etwa bei der Routenplanung oder der Suche nach Unterkünften. So dürfen Touristen recht viele Straßen nicht befahren und ganze Provinzen nur mit Reiseführern und Sondergenehmigungen besichtigen. Das heißt, es ist kaum möglich eine kluge Route für eine Rundreise zusammenzustellen. Sprich, eine Route, bei der man nicht immer wieder auf der gleichen Strecke zurückfahren muss.

kofferpacken.at: Dein persönliches Highlight?

Oliver Zwahlen: Besonders gut gefiel es mir am Inle-See im Norden von Myanmar. Der malerisch zwischen den Bergen gelegene See ist zwar nicht besonders groß, aber an seinen Ufern gibt es zahlreiche Minderheitendörfer, die auf Pfählen stehen und nur über kleine Erdwälle miteinander verbunden sind. Die meisten Besucher fahren auf Motorbooten daran vorbei. Es ist aber auch möglich an Land zu gehen und sich die Dörfer aus einer anderen, etwas langsameren Perspektive anzusehen.

Oliver schreibt in seinem Blog oli.weltreiseforum.com über seine Trips.

(Foto: Oliver Zwahlen)

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