Die Stadt Lopburi in Thailand ist unscheinbar. Bist auf eine Herde von Affen, die Tempel und Straßen bevölkert. Und den Einheimischen das Leben erschwert.

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Auf den ersten Blick ist Lopburi eine ganz normale thailändische Stadt: Am Straßenrand werden Kokosnüsse und Melonen verkauft, es gibt ein paar Tempel, streunende Hunde dösen in der Hitze. Wer hier eine Runde durch die Straßen spaziert, kommt aber bald ins Staunen: Die Stadt ist von einer Herde Affen bevölkert. 3.000 Langschwanzmakaken sollen es angeblich sein. Sie sitzen auf Masten, klettern auf Stromleitungen, treten alleine oder im Rudel auf. Manche zoffen sich lauthals, andere laufen bei Rush-Hour über die Straße oder verspeisen genüsslich von Touristen geklaute Nüsse.

Wat San Phra-Kan: der Affen-Tempel

Affentempel in Lopburi, Thailand

Wat San Pha-Kan, von den meisten nur mehr Affentempel genannt.

Die Affen belagern auch die Touristen in Lopburi.

Wer nicht aufpasst, ist in Lopburi schnell von Affen belagert.

Wer den Fehler macht und Essen mithat oder die Affen gar füttert, ist in wenigen Sekunden von mindestens einem Dutzend Makaken umgeben. Besonders in der Gegend um den Bahnhof und beim Tempel Wat San Phra-Kan treiben sie sich gerne herum. Beim Tempel sorgt ein Aufpasser dafür, dass die Affen Touristen nicht zu nah auf die Pelle rücken. Warum es hier so viele Affen gibt, kann niemand erklären. Für die Einheimischen sind die Makaken mehr Plage als Attraktion: Sie zerstören Autos und Stromleitungen. Manchmal kommt es vor, sagt der Betreiber eines Gästehauses, dass ein Affe von einem Auto angefahren wird. Kein Wunder: Der starke Abendverkehr scheint die Makaken nicht zu stören, ständig sieht man sie zwischen fahrenden Autos über die Straße huschen.

Affe auf einer Stromleitung in Lopburi, Thailand

Stromleitungen werden von den Affen in Lopburi zu Lianan umfunktioniert.

Affenplange in Lopburi

Sogar die Straßen sind in Lopburi von Affen bevölkert.

Affenfütterung in Lopburi, Thailand

Affenfütterung am frühen Abend

Thailändischen Alltag erleben

Die Affen sorgen jedenfalls dafür, dass nach Lopburi immer mehr Touristen kommen. Aber noch ist das gemütliche Städtchen nördlich von Bangkok ein angenehm ruhiges Pflaster für Besucher. Nur wenige machen einen Ausflug hierher oder stoppen auf dem Weg ins beliebte Chiang Mai. Es gibt nur eine Handvoll Gästehäuse und die sonst in Thailand omnipräsenten auf Touristen ausgerichteten Restaurants findet man nicht. Reisende werden aus dem Auto heraus oder von Schülern im Mini-Supermarkt wohlwollend angelächelt. Keine aggressiven Tuk-Tuk-Fahrer, niemand, der einen übers Ohr hauen will. Lästig werden einem hier höchstens die Affen.

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Koffer packen und los geht’s:

  • Anreise: Lopburi ist von Bangkok aus per Minibus oder Zug in rund drei Stunden erreichbar.
  • Unterkunft: Noom Guesthouse – familiengeführter Betrieb mit günstigen, einfachen Zimmern, Bar und Restaurant. Tipp: Der Ananas-Banane-Honig-Smoothie ist ein Traum!
  • Pausieren: Wer genug von den Affen hat und eine Pause braucht, ist im kleinen Café „Wake Cup“ genau richtig. Neben Kaffee gibt es eisgekühlte Limonade, Snacks und gratis Wifi. Adresse: Kanjanakhom Road, zwei Gehminuten vom Bahnhof entfernt.